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Joseph Binder Symposium


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Illustration heute!

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Bereits in der Vergangenheit haben unzählige IllustratorInnen bewiesen, dass künstlerische Arbeit und wirtschaftliche Wertschöpfung nicht im Widerspruch zueinander stehen, sondern vielmehr, dass diese Kombination als ein Zeichen von Qualität zu werten ist. Einer der bedeutendsten österreichischen Vertreter im 20. Jahrhundert war Joseph Binder. Der österreichische Pionier der Werbeillustration und des Graphik Designs der 20er Jahre hat mit seiner reduzierten Formensprache die angewandte Gestaltung in Europa und den USA entscheidend geprägt. Sein Grundsatz lautete: »Im Design hat alles eine Funktion. Design hat die Funktion der Darstellung. Design hat die Funktion der Kommunikation. Design hat die Funktion der Motivierung.«

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Im Laufe der letzten 10 Jahre feiert die Illustration ihr großes Comeback. Vor Jahrzehnten bereits totgesagt und von der Photographie zurückgedrängt, erwacht sie aus ihrem Dornröschenschlaf und entfaltet ein unglaublich breites Spectrum an Kreativität. Das Symposium soll eine Bestandsaufnahme des Statusquo der Illustration sein und die Einsatzgebiete, Stilrichtungen, Techniken, Ausprägungen und Spezialisierungen behandeln.

Im Rahmen der Preisverleihung zum diesjährigen Joseph Binder Award 2010 findet erstmals das Joseph Binder Symposium zum Thema Illustration heute statt, zu dem alle designaustria Mitglieder und IllustratorInnen, DesignerInnen, ArtdirektorInnen, MarketingexpertInnen, Werbe- & Medienfachleute und Lehrende wie Studierende eingeladen sind.


Joseph Binder

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(* 3. März 1898 in Wien; † 25. Juni 1972 in Wien)
Von 1922 bis 1926 studierte Joseph Binder Malerei an der Kunstgewerbeschule in Wien bei Berthold Löffler. Er gründete 1921, parallel zu seiner Ausbildung, gemeinsam mit Elisabeth (Lilly) Auböck, Adolf Streit und Friedrich Tauber das nach den Gründungsmitgliedern benannte Grafikatellier ESBETA, das er 1924 als Atelier Joseph Binder – Wiener Graphik weiter führte.
Mit Aufträgen von Meinl, Persil, Arabia Kaffee und mit Fremdenverkehrsplakaten etablierte Binder sich als einer der führenden Gebrauchsgrafiker Österreichs. 1934 unterrichtete er in den USA und brachte sein Buch Colour in Advertising heraus. Nach seiner endgültigen Emigration 1938 richtete er in New York ein neues Studio ein.

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Joseph Binder hat die angewandte Gestaltung in Europa und in den Vereinigten Staaten entscheidend geprägt. Sein Grundsatz lautete: »Im Design hat alles eine Funktion. Design hat die Funktion der Darstellung. Design hat die Funktion der Kommunikation. Design hat die Funktion der Motivierung.«
Die Fragen Joseph Binders nach dem kontemporären Geist und dessen Philosophie, nach den Quellen der Inspiration und den Aufgaben des zeitgemäßen Gestalters hat er selbst beantwortet – mit der reduzierten und eindrücklichen Formensprache seiner Gebrauchsgrafik. Seine Arbeit verdichtete sich schließlich im freien bildnerischen Werk der »Non-Objective Art«. Joseph Binder war Generalist und Spezialist gleichzeitig.

Seit 1996 wird in Österreich der Joseph Binder-Award von designaustria ausgeschrieben.

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